GVO – Interview mit Markus Duffner, Geschäftsführer der Helmut Hechinger GmbH & Co. KG

„Herr Duffner, welches sind für Sie Geschäftsführer der Helmut Hechinger GmbH & Co. KG die wichtigsten Standortfaktoren im Oberzentrum?“

Für unser Unternehmen ist der Hochschulstandort Villingen-Schwenningen wichtig. Wir sind seit Beginn der Dualen Hochschulausbildung dabei und bilden regelmäßig neue Mitarbeiter aus mit der gelungenen Verbindung von Theorie und Praxis. Einige unserer heutigen Führungskräfte haben die DH Ausbildung bei Hechinger absolviert. Auch mein persönlicher Werdegang hat mit einem DH Studium bei Hechinger begonnen. Neben guten Angeboten zur Aus- und Weiterbildung ist eine optimale Infrastruktur wichtig. Dies umfasst nicht nur die Verkehrsanbindung, sondern auch die technischen Voraussetzungen, um bei „Industrie 4.0“ ganz vorne mit dabei zu sein.

„Was schätzen Sie als Unternehmer am GVO?“

Der GVO bietet eine gute Plattform zum Austausch von Erfahrungen und zum gemeinsamen Handeln. Der Fachkräftemangel im Rahmen des Wandels vom Arbeitgeber- zum Arbeitnehmermarkt macht gemeinsame Aktionen der Unternehmen notwendig. Die Initiativen des GVO wie z.B. die JOB RALLYE mit dem Ziel, jungen Leuten verschiedene Ausbildungsbereiche vorzustellen, sind für uns sehr wichtig, um die Attraktivität einer betrieblichen Ausbildung möglichst vielen interessierten zukünftigen Auszubildenden vermitteln zu können.

„Welche der vier GVO-Säulen sind für Sie als Unternehmen die Wichtigste und warum?“

Die wichtigste Säule des GVO ist für uns der Echo-Raum. Im Austausch mit anderen Unternehmen stellen wir fest, dass viele sich mit ähnlichen Themen wie dem Mangel an Fachkräften oder einer unzureichenden Verkehrsanbindung beschäftigen. Gemeinsam an Lösungen zu arbeiten und mit einer kräftigen Stimme Verbesserungen einzufordern, das ist die wichtigste Aufgabe des GVO als Vertreter der Interessen der Unternehmen in Villingen-Schwenningen.

„Wo sehen Sie Chancen für das Oberzentrum? Wo kann es sich vom „Wettbewerb“ (RW, TUT usw.) unterscheiden?“

Die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, der es unseren Mitarbeiter/innen ermöglicht auch zu Schichtzeiten mit dem Bus oder dem Ringzug den Arbeitsplatz zu erreichen, ist ein wichtiges Anliegen für die Zukunft. In Schwenningen z.B. hat sich mit dem Wachstum der Hochschulen und den Projekten zur Neugestaltung städtischer Bereiche einiges getan und die Stadt hat an Attraktivität auch für junge Leute gewonnen. Das Oberzentrum zeichnet sich durch eine breitgefächerte Industrie aus im Gegensatz zum Schwerpunkt Medizintechnik wie er in Tuttlingen zu finden ist. Für die Zukunft der Unternehmen ist es wichtig, die Heimatverbundenheit der Menschen zu nutzen und Mitarbeiter hier im Kreis zu halten. Dazu ist notwendig, neben interessanten Arbeitsangeboten auch das Umfeld attraktiv zu gestalten und sich als Ort weiterzuentwickeln, an dem man sich wohlfühlt und gerne leben möchte.

 

„Vielen Dank für das Interview, Herr Duffner!“

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